Christian Schad (1894-1982): Graphik - Original-Holzschnitt, Titel "Eva", von 1972


Foto 1: Christian Schad (1894-1982): Graphik - Original-Holzschnitt, Titel Eva, von 1972
Hochformatige Graphik - Original-Holzschnitt, Werktitel "Eva", von Christian Schad (1894-1982), aus dem Entstehungsjahr 1972, Provenienz aus der privaten Kunstsammlung Prof. Peter Ouart, auf Büttenpapier, dargestellte junge Frau lernte Schad in Mailand kennen, wo sie als Mitarbeiterin seines Galeristen Emilio Bertonati tätig war, Schad war Arbeit so wichtig, dass sie als Zeichnung vorliegt und auch als Kaltnadelradierung geschaffen wurde (verschiedene drei Techniken), Antlitz fokussiert, in absolut intimer Nahansicht und im Ausschnitt wiedergegeben, Bildraum komplett ausgeschöpft und durch die Seitenränder scharf begrenzt, en-face-Darstellung mit sehr eindrücklichen, stillen und sinnlichen Zügen, unter dem Motiv typographisch bezeichnet mit Künstlername, Titel, graphischer Technik sowie Datierung; in leicht chamoisfarbener Passepartout-Tasche, sehr guter unbeschädigter Erhaltungszustand;
Blattgröße: H. 30 x B. 20,5 cm / Bildgröße: H. 19 x B. 12 cm

Künstlername: Schad, Christian
ThB-Name: Schad, Christian
Thieme-Becker Dokument
Geschlecht: m
Künstler. Beruf: Figurenmaler; Graphiker (Holzschneider)
Anderer Beruf: Schriftsteller
GEO-Nachweis: Deutschland
Staat (1990): Deutschland
Geburtsdatum: 1894.08.21
Geburtsort: Miesbach
Letzte Erwähnung: (vor) 1958
Erwähnungsort: Aschaffenburg; Berlin
Fundstelle: Vollmer IV, 1958, 169; ThB XXIX, 1935, 539
- Nachtrag Sterbedaten: am 4.2.1982 in Stuttgart
- neben Dix, Grosz und Hubbuch einer der wichtigen Vertreter der Neuen Sachlichkeit und des Verismus
- Beginn künstlerische Ausbildung an Kunstakademie in München in Klassen von Heinrich von Zügel und Carl Johann Becker-Gundahl > Studium abgebrochen > Studio in München-Schwabing bezogen > erste expressionistische Holzschnitte unter dem Einfluss des "Blauen Reiters" entstehen
- 1915 Ausstellung erstes Werk in der Münchner Sezession
- anschließend nach Zürich gegangen (1915-20 in der Schweiz) > kreierte erste dadaistische Werke (beeinflusst durch die Gründung der Dada-Bewegung) > Unterstützung seines Freundes, des Dichters Walter Serner, bei Herausgabe seines Magazins "Sirius"
- 1918 in Genf eigene Technik aus Fotogrammen entwickelt > sogenannte "Schadographik" (ein Verfahren zur Herstellung von kameralosen Konturbildern mit Hilfe fotosensitiver Platten)
- 1920 bis 1925 in Italien > realistische Porträts entstehen
- 1925 bis 1928 Aufenthalt in Wien > anschließend ab 1928 Berlin > Beteiligung an Ausstellung "Neue Sachlichkeit" > seine bekanntesten Werke entstehen in Berlin
- Atelier 1943 durch Bombenangriffe zerstört > nach Aschaffenburg gezogen
- in 1950/60er Jahren entstanden die sogenannten "magischen Bilder" und nach 40 Jahren Schaffenspause wieder neue Zyklen der Schadographien
- Christian-Schad-Stiftung in Aschaffenburg verwaltet Nachlass
- Werke: Metropolitan Museum of Art, MoMA in New York, Tate Gallery in London, Thyssen-Bornemisza-Museum in Madrid, Lenbachhaus in München
- 1972 wurde Lebenswerk in umfassenden Retrospektive im Palazzo Reale in Mailand geehrt, ebenso 1980 in der Staatlichen Kunsthalle zu Berlin

Maße: Breite 20,5 cm, Höhe 30 cm
Einordnung: Angebot private Kunstsammlung / Künstler S - T
Artikel Nr.: 05493
Preis: Preis auf Anfrage