Joachim Sandrart (1606-1688): Graphik - Kupferstich, "Arminius und Thusnelda"


Foto 1: Joachim Sandrart (1606-1688): Graphik - Kupferstich, Arminius und Thusnelda
Hochformatige signierte Graphik - Kupferstich, "Arminius und Thusnelda", von Joachim Sandrart (1606-1688), Provenienz aus der privaten Kunstsammlung Prof. Peter Ouart, auf bäunlichem Papier, dieses zur Verstärkung hinterfangen von getöntem Kartonpapier, Titelkupfer aus einem Buch, historische und voll besetzte Bildkomposition, kleinteilige und detaillierte sowie künstlerisch anspruchsvolle graphische Umsetzung, Schalmei spielender Engel führt an Musikinstrument Draperie mit der Titelgebung des Blattes, unter diesem auf Podest sitzende weibliche Hauptfigur der Szenerie, umgeben von zwei Gruppen des Schlachtengetümmels, in der rechten unteren Ecke mit Künstler-Nennung "Sandrart sculpsit" (= für "hat es gestochen"), in der oberen Mitte mit Nr. 40 versehen, auf der unteren Blatt-Rückseite mit blauer Stempelung (wohl Sammlerstempel), weiterhin in Bleistift handschriftlich mit Nummerierung versehen; in Passepartout-Tasche, Graphik geschützt durch Sichtfenster, Blatt im Randbereich mit leichteren Gebrauchsspuren, im linken oberen Bereich mit eingerissener Stelle;
Blattgröße: H. 21 x B. 17 cm / Bildmotivgröße: H. 19,5 x B. 16 cm

Künstlername: Sandrart, Joachim von (der Ältere)
Geschlecht: m
Künstler. Beruf: Maler; Radierer; Kupferstecher
Anderer Beruf: Kunstschriftsteller; Sammler; Kunsthistoriker und Übersetzer
GEO-Nachweis: Deutschland
Staat (1990): Deutschland
Geburtsdatum: 1606.05.12
Geburtsort: Frankfurt (Main)
Todesdatum: 1688.10.14
Todesort: Nürnberg
Erwähnungsort: Venedig; Bologna; Rom; Neapel; Frankfurt (Main); Amsterdam; München; Nürnberg; Wien; Stockau (Ingolstadt); Augsburg
Fundstelle: ThB XXIX, 1935, 397 s
- erster künstlerischer Unterricht bei Theodor de Bry und Matthäus Merian und dann in der Werkstatt des Daniel Soreau
- ab ca. 1615/20 Lehre zum Kupferstecher und Maler bei Peter Isselburg in Nürnberg und seit 1622 bei Egidius Sadeler dem Älteren in Prag
- 1623 in Frankfurt bei Georg Keller und Sebastian Stoßkopf gelernt
- 1625-29 Schüler von Gerrit van Honthorst in Utrecht
- 1627-1635 Studienreise zusammen mit seinem Lehrer Honthorst nach England und Italien
- 1631 in Rom und von Papst Urban VIII. mit Portraits und biblischen Szenen beauftragt
- 1635 Rückkehr nach Frankfurt/Main > 1637-45 in Amsterdam
- anschließend tätig für Maximilian I. von Bayern
- ab 1645 durch Erbschaft Herr auf Schloss Stockau bei Ingolstadt > ab 1649 in Nürnberg ansässig
- 1653 Erhebung in den Adelsstand und Titel "Pfalz-Neuburgischer Rat"
- schuf in Wien Portraits des Kaisers Ferdinand III., von dessen Gemahlin sowie dem römischen König Ferdinand IV. und dem Erzherzog Leopold
- daraufhin Erhebung in den österreichischen Adelsstand und 1676 Aufnahme in die "Fruchtbringende Gesellschaft" durch Herzog August von Sachsen-Weißenfels
- betrieb 1670-73 eine private Kunstakademie als Vorgänger der heutigen Hochschule Augsburg
- als Kunstgeschichtsschreiber und Verfasser der Teutschen Academie (1675, lateinische Ausgabe 1683) hoch geschätzt
- Bekanntschaft mit berühmten Künstlern der Zeit
- vertreten in zahlreichen internationalen Museen

Maße: Breite 17 cm, Höhe 21 cm
Einordnung: Angebot private Kunstsammlung / Künstler S - T
Artikel Nr.: 05129
Preis: 100,00 €    (Endpreis zzgl. Lieferkosten)