3er Satz signierte hochformatige Graphiken - 2 Lithographien und ein Holzschnitt, von Wilhelm Schnarrenberger (1892-1966), zwei Steindrucke datiert auf Jahr 1919, dämonisch-surreale Bildmotive, Provenienz aus der privaten Kunstsammlung Prof. Peter Ouart, auf Büttenpapier, ein Werk - "Hölle" - zeigt einen nackten glatzköpfigen Koloss mit gespreizten angewinkelten Beinen, Hände über Kopf erhoben, über diesen Gloriole, läßt sich wie Gott anbeten von nackten und dämonisch verzerrten Gestalten, welche ihn umgeben und auf welchen er thront, andere Arbeit zeigt naiv dargestellten Wanderer im Wald, dem zwei riesige Spinnen-Wesen begegnen, drittes Blatt betitelt "Das Unglück", apokalyptische Stimmung, zwischen Gestirnen Gottes-Antlitz mit erhobener Hand sichtbar, unterhalb mit kippenden Häusern und Strudel aus taumelnden kleinen Menschen, einige halten sich an nackter großer Gestalt fest, aus deren Körper aus Haut und Gewebe faserige Seile erwachsen, alle drei Graphiken im unteren Druck (im Stein bzw. Holzstock) signiert, ein Blatt weiterhin mit handschriftlicher Signatur und Datierung in Bleistift; in Passepartout-Tasche, Bildmotive jeweils unbeschädigt, lediglich jeweils an einem äußeren Blattrand mit Art Brandfleck (wird von Passepartout abgedeckt);
Blattgröße: H. 36,5 - 37 x B. 26,5 cm / Bildgröße: H. 25 - 26,5 x B. 15,5 - 20 cm
Künstlername: Schnarrenberger, Wilhelm
ThB-Name: Schnarrenberger, Wilhelm
Thieme-Becker Dokument
Geschlecht: m
Künstler. Beruf: Maler; Graphiker
GEO-Nachweis: Deutschland
Staat (1990): Deutschland
Geburtsdatum: 1892.06.30
Geburtsort: Buchen (Odenwald)
Letzte Erwähnung: (vor) 1958
Erwähnungsort: Karlsruhe; Lenzkirch; Berlin; Rom
Fundstelle: Vollmer IV, 1958, 206; ThB XXX, 1936, 187
- 1966 in Karlsruhe gestorben
- 1911-15 Studium an der Königlichen Kunstgewerbeschule in München > ab 1913 Schüler von Fritz Helmuth Ehmcke
- Freundschaft zu Karl Rössing
- ab 1919 freischaffend in München und tätig für die Zeitschriften "Der Weg", "Wieland" und "Simplicissimus"
- 1920 bis zur Entlassung aus dem Amt 1933 und seit 1947 wieder Professor an der Badischen Landeskunstschule in Karlsruhe (bis 1957)
- 1924 Mitgründer der "ORNA-Werkstätten für Werbung und Innendekoration"
- 1933 in Berlin als Gebrauchsgraphiker tätig > 1934/35 Studiengast an der Deutschen Akademie in Rom > 1938-1947 in Lenzkirch im Schwarzwald tätig
- 1962 mit dem Hans-Thoma-Staatspreis ausgezeichnet
- Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands, im Deutschen Werkbund, im Bund Deutscher Gebrauchsgraphiker und im Münchner Künstlerverein "Der Bund"
- Vertreter der Neuen Sachlichkeit
| Maße: |
Breite 26.5 cm, Höhe 37 cm |
| Einordnung: |
offer private art collection / artists S - T |
| Artikel Nr.: |
04837 |
| Preis: |
verkauft |