Martin Hönemann (1858-1937): Handzeichnung, in Kohle und Kreide, Künstler-Selbstporträt als Greis


Foto 1: Martin Hönemann (1858-1937): Handzeichnung, in Kohle und Kreide, Künstler-Selbstporträt als Greis
Foto 2: Martin Hönemann (1858-1937): Handzeichnung, in Kohle und Kreide, Künstler-Selbstporträt als Greis
Foto 3: Martin Hönemann (1858-1937): Handzeichnung, in Kohle und Kreide, Künstler-Selbstporträt als Greis
Hochformatige signierte Handzeichnung in Kohle und mit weißen Kreide-Akzentuierungen / -Lichtern, feines detailreiches Selbstporträt des Künstlers Martin Hönemann (1858-1937) als Greis, in der rechten unteren Bildecke mit Künstler-Signet "Hönemann", Hönemann präsentiert sich dem Betrachter mit leicht aus der strengen Frontalansicht gewendetem Kopf und mit nach oben gerichtetem erwartungsvollen Blick, Bildnis im Büstenausschnitt, mit markantem Schnauzbart und ungebändigten Haaren, wobei die Mimik trotz des Alters Optimismus und Freundlichkeit ausstrahlt, Physiognomie sehr naturalistisch und kunstvoll herausgearbeitet, auf ockerfarbenem Papier; Bildmotiv selbst unbeschädigt, in den äußeren Ecken mit Spuren von Pinnadeln, rechte untere Ecke abgetrennt und rechts mittig eine feine leichte Rissbildung;
Blattgröße: H. 38 x B. 31,5 cm / Bildmaße: H. 36 x B. 31 cm

Künstlername: Hönemann, Martin
Geschlecht: m
Künstler. Beruf: Maler; Radierer; Holzschneider
GEO-Nachweis: Deutschland
Staat (1990): Deutschland
Geburtsdatum: 1858.03.05
Geburtsort: Altenhain (Sachsen)?
Letzte Erwähnung: (vor) 1924
Erwähnungsort: Berlin
Fundstelle: ThB XVII, 1924, 209
- Nachtrag Sterbejahr: 1937
- geboren am 5.3. 1858 in Altenhain (bei Grimma - Sachsen)
- weiterhin literarische + musikalische Werke geschaffen
- ging aus dem Xylographen-Gewerbe (Holzstich) hervor
- 1874-75 Besuch Akademie Leipzig
- 1886-88 Studium Hochschule für bildende Künste Berlin und Academie Julian in Paris
- Ernennung zum "Königlichen Professor" > siehe Zeitungs-Artikel "Kunst-Herold" von 1910
- beherrscht mit großer Virtuosität die Holzschnitt- und Holzstich-Technik > brachte Holzstichkunst auf große Höhe
- neben einigen Gemälden und Zeichnungen hat er zahlreiche Werke, vor allem von Meistern des 19. Jahrhunderts, reproduziert > Franz Skarbina, Lenbach, Menzel, Leibl, Max Liebermann
- einige Zeit arbeitete er an Richard Bongs Zeitschrift "Moderne Kunst" mit
- besonders hat er sich des Faksimileschnittes nach Zeichnungen angenommen, deren Originalwirkung er täuschend echt wiederzugeben weiß (z.B. tonige Kreidezeichnungen Menzels, Bäuerin-Zeichnung Leibls)
- Reproduktionsstiche nach Menzel: "Klatschbasen" > Zusammenarbeit und Schätzung Menzels
- Auszeichnungen: Ehrenvolle Erwähnung Berlin 1884 und 1905, Ehrenzeugnis 1906, Mention honorable Paris 1908/09, Ehrenpreis der Stadt Berlin 1909
- Mitglied Reichsverband bildender Künstler Deutschlands - Berlin
- Werke in verschiedenen Staatssammlungen

Maße: Breite 31.5 cm, Höhe 38 cm
Einordnung: Graphics - Drawings / 20th century
Artikel Nr.: 06143
Preis: Preis auf Anfrage